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,Projekt:

Wertstoffaufbereitungsanlage

Vorgeschichte:

Ein großer Entsorgungsbetrieb hat viele Jahre vertrauensvoll mit seinem lokalen Errichter für Sicherheitstechnik zusammengearbeitet.
Neben dem Perimeterschutz für das über 20 Hektar große Gelände dient die überwiegende Zahl der Videokameras der Prozess-Überwachung, unterstützt bei der Anlagensteuerung und dem effizienten Einsatz von Radladern und Baggern an verschiedenen Stellen der Anlage.
Das System besteht aus 4 Leitständen für die Anlagensteuerung und dem Sicherheits- leitstand im Zufahrtsbereich.

Das Gesamtsystem ist sukzessiv gewachsen und wurde mit speziellen Funktionen (Videoanalyse zum Perimeterschutz, Kennzeichenerkennung, Bewegungserkennung,...) angereichert.

In Zusammenhang mit einem Betreiberwechsel und der Erneuerung und dem Ausbau der Aufbereitungsanlagen soll das Videosystem von 92 auf 144 Kanäle ausgebaut werden.

 

Ausschreibung:

Der Errichter hilft dem Betreiber, eine entsprechende Ausschreibung unter fachkundiger Beratung eines bekannten Kameraherstellers zu verfassen.

In Zusammenhang mit der Ausschreibung kommt es zu einer Reihe Fragen interessierter Bieter. 
Als der Technische Leiter des neuen Betreibers sich mit den Fragen, den Antworten und dazugehörigen Begründungen beschäftigt, fallen ihm Widersprüche auf.

Die Ausschreibung wird zunächst abgebrochen.

 

Anforderungs-Beschreibung:

Der Technische Leiter möchte eine objektive Bedarfsanalyse und gibt eine Anforderungs-Beschreibung (OR-Dokument nach DIN 62676-4) bei einem unabhängigen Experten in Auftrag.

Das Resultat überrascht den Technischen Leiter. Wesentliche Punkte sind:

1. Der Perimerterschutz der Anlage ist erheblich überdimensioniert. Hier wurde in den letzten Jahren ein mittlerer 6-stelliger Betrag "versenkt".

2. Etwa die Hälfte der zuletzt ausgeschriebenen Kameras für die Anlagenüberwachung sind nicht an die Einsatz-Bedindungen angepasst. Auflösung und Bildrate wurden weit überdimensioniert ausgelegt.

3. Durch die Anpassung der Auflösung und Bildrate der Kameras an den Standard sinkt auch die benötigte Bandbreite im Netzwerk und der Speicherbedarf.

4. Das zunächst ausgeschriebene Video-Management-System eines großen Herstellers bietet nur sehr rudimentäre Integrationsmöglichkeiten über I/O-Kontakte mit dem System zu Anlagensteuerung, während ein SCADA-System mit umfangreicher, softwarebasierter Videointegration komfortable und effiziente Bedienung aller Systeme aus einer Oberfläche heraus bieten könnte.

 

    Anforderungs-Klärung:

Schon in Zusammenhang mit der Anforderungs-Klärung zeigen der Technische Leiter, der IT-Leiter und der Betriebsleiter begeistert über die aufgedeckten Einsparpotentiale und den erwarteten Komfortgewinn.

 

(Neu-) Ausschreibung:

Die neue Ausschreibung führt am Ende zu einem Preis, der mehr als 40% unter dem erwarteten Ergebnis der ersten Ausschreibung liegt.
Der bisherige Errichter, der nebenbei auch als Distributor für den Kamerahersteller auftrat, hat die Ausschreibung am Ende nicht gewonnen.

 

Der Betriebsleiter erklärt:
"Als Betreiber kennen wir uns mit den technischen Details der Videotechnik nicht aus. Wenn man viele Jahre mit einem Errichter zusammenarbeitet, geht man natürlich davon aus, dass der einschätzen kann, welche Lösungen "gut" sind...

... besonders gut ist, dass wir uns jetzt nicht mehr auf die Einschätzung eines Errichters oder Kameraherstellers verlassen müssen, sondern an einem objektiven, verständlichen Standard orientieren können..."

 

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